Chronik der Marienschule

1681

Gründung unserer Schule durch die Äbtissin Hedwig von Galen.
“ Eine Schule für die jungen Mägdelein zu Borchorst „. Hier seht ihr die Gründungsurkunde.

1794

Die Mädchenschule wird repariert. Sie erhält neue Fenster.

1796

Die Ferienzeit für die Kinder wird geändert. Sie fängt an am 10. August und endet am 15. September, “ damit die Eltern die Kinder zur Ernte-Zeit besser zu ihren Geschäften brauchen können „.
1809
  • Die Entfernung der weitesten Häuser bis zur Schule beträgt 1 Stunde und 15 Minuten.
  • Im Sommer besuchen 150 Mädchen die Schule, im Winter bei schlechtem Wetter einige weniger.
  • Am Dach sind Mängel, es regnet durch.
  • Borghorst hat 2293 Einwohner.

1823

Die Schule besteht aus zwei Klassenzimmern, einer Lehrer – und Lehrerinnenwohnung.

1828

Es gibt noch kein Rechenbuch für die Mädchen.
1829
In den Tischen werden Tintenfässer befestigt. Tinte besorgt der Lehrer.
1863-1874
Vier weitere Klassenzimmer werden angebaut.
1870
Der Platz vor der Schule wird Turnplatz, ebenso ein Teil des Obstgartens.
1875
Eine Geige wird gekauft.
1890
Die Gemeinde Borghorst macht einen Vertrag mit einem Schuhgeschäft, damit die Kinder verbilligte Filzpantoffeln in der Klasse tragen können.
1913
Zu wenig Klassenräume !!

1900

Dieses Foto entstand um 1900.

1920

Aus einem Schulaufsatz: “ Unser Schulplatz “

Unser Schulplatz ist mit einer Mauer umgeben. Auf dem Schulplatz stehen Bäume. Die Bäume geben uns im Sommer Schatten. Wir setzen uns unter die Bäume. Auf dem Schulplatz sind eine Pumpe und ein Wasserkran. Und auch eine Müllgrube. Nahe bei der Müllgrube ist ein Papierkasten. Überflüssiges Papier werfen wir hinein. Auf dem Schulplatz sind zwei Kohlenkeller, darin sind Kohlen. In einem Schuppen ist Holz und Torf für den Winter.

1951

So sahen die Lehrerinnen aus:

1951

Das damalige Schulgebäude:
521 Kinder besuchen die Schule. Im 1. Schuljahr sind 43 Mädchen und 10 Jungen.

1952

Wegen der starken Verbreitung der Kinderlähmung werden die Sommerferien bis zum 15. September verlängert. In Borghorst ist Gott sei Dank kein Krankheitsfall bekannt.

In jeder Klasse sind etwa 48 Kinder.

1953

Erstmals werden an der Schule Bundesjugendspiele durchgeführt, für Jungen und Mädchen getrennt. Von den 500 Kindern durften 146 Mädchen teilnehmen. Zehn erhielten eine Siegerurkunde, ein Mädchen eine Ehrenurkunde.
Die Klassenzahl wird von 48 auf 46 Schülerinnen gesenkt.

1956

Eine Lehrerin der Schule wird nach vielen Dienstjahren entlassen. In der Chronik ist dazu u.a. zu lesen:

„Fräulein …… hat über 40 Jahre ihre letzte Kraft der ihr anvertrauten Jungend geschenkt. Schlicht und bescheiden, in selbstloser Güte hat die liebe Kollegin bis zum letzten Tag ihre Pflicht erfüllt. In einer schlichten Feierstunde dankten der Herr Stadtdirektor, Kollegen, …… der verdienten Pädagogin für ihre segensreiche Arbeit. Mit den Worten an die Jugend : , Bleibt brav und treu!’ nahm sie Abschied von ihrer liebgewonnenen Schule.“

1956-1959

Fertigstellung des Erweiterungsbaus der Marienschule nach 3-jähriger Arbeit.

1966

In den 11 Klassen sind 454 Mädchen.

1967

Die Marienschule wird Grundschule. Es gibt keine Volksschule mehr. Die Klassen 5 – 9 werden der Nikomedes – Hauptschule zugewiesen. In die Marienschule gehen 352 Mädchen und 290 Jungen.

1970

210 I – Männchen werden eingeschult. 5 Anfängerklassen werden gebildet. 700 Kinder gehen in die Marienschule.

1975

Zitat aus der Chronik:

„ Die Schülerzahlen sinken allmählich. 648 Kinder werden in 20 Klassen unterrichtet. Raumnot!!
Turnhallenstunden haben wir 6 pro Woche, die meisten am Nachmittag. Das Hallenbad wird eingeweiht. Der Neubau der Hauptschule ist beschlossen. Weiterführende Schulen erhalten Neubauten und Anbauten. Die Marienschule ist Stiefkind der Stadt – vielleicht der Nation! “

1976

Der „freie“ Samstag erhält Einlass in die Marienschule, allerdings nur der 1. Samstag im Monat ist frei.

1979

Der 2. „ freie “ Samstag wird eingeführt.

1981

Wir feiern unser 300 – jähriges Bestehen. Neben einer großen Feier im Bürgersaal des Rathauses wird die neue Marienstatue eingeweiht.

1972-1981

Raumprobleme! Die ersten zwei von sechs Fertigbauklassen werden gebaut. In den folgenden Jahren werden einzelne Klassen zu anderen Schulen für je ein Schuljahr ausgelagert.

Das folgende Foto entstand 1981. Einige Lehrer könntest du kennen. Überprüfe mit der Maus!

1982

Die damalige Schulleiterin schreibt:

„ Ich habe meine vorzeitige Pensionierung eingereicht. Viele 1000 Junglehrer werden im kommenden Schuljahr arbeitslos sein, und ich durfte 42 Jahre lang Lehrerin sein. Da wird es wohl Zeit, endlich meinen Platz zu räumen. Doch befürchte ich, dass durch meine Pensionierung kein Lehrer eine Stelle erhalten wird. Geldmangel der Regierung lassen den Stellenrahmen schrumpfen. “

1984

Freier Samstag – an allen Samstagen.

1998

Die Schule verfügt über einen Computerraum mit 15 Arbeitsplätzen. Von Geldern aus dem Erlös eines Schulfestes wird eine Schulküche eingerichtet, die für Koch- und Backanlässe im Rahmen des Unterrichts oder auch für Feste genutzt wird.

1999

Zum größten Teil durch Einnahmen verschiedener Aktivitäten beim Schulfest und dem Weihnachtsmarkt lässt sich die neue „Spielburg“ für unsere Schüler finanzieren.

2002

„Sieben auf einen Streich“ – so viele Mitarbeiter unserer Schule werden heute entlassen. So viele auf einmal – das gab es noch nie!

2003

Die Marienschule vor dem Umbau :

2004

Die Pavillons werden entfernt, ein Neubau mit 6 Klassen wird erstellt, ein Teil des Altgebäudes wird umgebaut, vor dem Altgebäude entsteht ein Forum.

Und so sieht die Schule im Frühjahr 2004 aus:

2005

Ein neuer Pausenspielplatz entsteht.
Eine Kletterspinne kann von der Schulpflegschaft angeschafft werden (Erlös aus zwei Schulfesten).
Mit Hilfe des Fördervereins können die Kinder an 2 Tischtennisplatten spielen.
Auf dem Tartanfeld und an der Kletterburg ist immer etwas los ..

Zur Zeit besuchen etwa 240 Kinder die Marienschule.